Du bist schön

September 24, 2017 by
Du bist schön

Ich finde Sie schön! Das kann ich sagen, ohne dass ich sie gesehen habe! Schönheit ist in meinen Augen eine Haltung. Man fühlt es und dann sieht man es. Man selbst vermutlich zuletzt, aber Schönheit ist für mich nichts „Gott-Gegebenes“ sondern ein JA zu mir selbst.

Leider sind wir so ganz daran vorbei erzogen, uns zu mögen. „Ja, ich mag mich!“ zu uns selbst zu sagen ist für viele von uns latent immernoch mit Worten wie „anmassend“, „überheblich“,  „blasiert“, „selbstherrlich“, impertinent“…etc verbunden. Das Bild vom vorbildlichen, tugendhaften, unschuldigen Mädchen sitzt uns irgendwie in den Zellen – witzigerweise häufig auch dann wenn wir uns nach aussen ganz anders, also tough und unnahbar geben. Vor der Kamera fallen schnell die Masken und die echte Unsicherheit über uns selbst zeigt sich schonungslos.

Ich selber bin davon nicht ausgenommen – was glauben Sie, warum ich HINTER der Kamera stehe…? Aber nachdem ich mich nun so lange mit mir selber, meiner „Aufgabe hier auf dieser Welt“ (jaja, sie sehen wie tief das geht 😉 ) und der menschlichen Psyche vor der Kamera beschäftigt habe – bin ich dahinter gestiegen, WARUM ich hinter der Kamera stehe:

Ich will Ihnen das zeigen was ich sehe! Ich will dass Sie sich sehen und JA zu sich sagen! Ich suche immer nach dem Moment der echt ist, auch wenn das Foto einer vorgegebenen Aufgabenstellung folgt. Ich suche die Authentizität – auch in einem gestellten Moment und ich sehe sie (die Authentizität), wenn ich sie vor mir habe. Am liebsten lasse ich den Moment jedoch von ganz alleine passieren. Ich gebe Ihnen Raum und Zeit bei mir, bzw. bei sich anzukommen und dann „passieren“ Bilder…

Ich persönlich bin mittlerweile ganz OK mit mir – der insistierende Anstoß dazu, Bilder von mir selbst groß auf die Seite zu packen, kam jedoch von zwei kompetenten Netzwerkerinnen, den Piñatas (die Ihnen auf meiner Seite später nochmal begegnen werden), muss ich zugeben. „Alexa, Du kannst Deinen Kundinnen nicht erzählen, wie wichtig Bilder von ihnen selber für Ihr Business sind, und das dann selber nicht umsetzen!“ Ich gestehe: es gab einen Moment des inneren Wiederstandes – aber am Ende muss ich ihnen Recht geben! Ich kann nichts predigen, was ich selber nicht lebe.

Was ich definitiv lebe ist der Weg zu meinem JA zu mir – und ja es ist ein Weg, unperfekt perfekt, kurvig, steinig, steil aber manchmal auch eine freie, gerade 4spurige Autobahn… auf der es neulich zum ersten Mal in mir dachte: „Ich mag mich!“…ganz ohne daran zu arbeiten oder es zu suchen – es ist einfach passiert. Und das fühlte sich verdammt gut an!

Neben all der Tiefsinnigkeit, die für mich auf jeden Fall in der Fotografie (von Frauen) liegt, darf sie aber vor allem eines: SPASS machen! Genauso wie wir uns selbst Spass machen dürfen. Stellen Sie sich doch mal vor, Sie fangen an zu lächeln, wenn Sie sich im Spiegel sehen, weil Ihnen gefällt, was Sie sehen. Und stellen Sie sich weiter vor, wieviel Platz in Ihrem Kopf entsteht, wenn Sie den ständig quakenden inneren Kritiker verstummen liessen, weil Sie sich …mögen! Eine Erfahrung wäre es doch wert oder?

Sollten Sie sich also mit Gedanken an Fotos von sich auseinandersetzen, können Sie ja über das oben gesagte mal sinnieren, aber ansonsten dürfen Sie sich während des Shootings voll und ganz in meine Hände begeben. Anstatt sich zum Shooting zu quälen können Sie es ja vielleicht sogar als etwas betrachten, das Sie sich gönnen – ganz für Sie selbst (wie überaus anmassend ;-))

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